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Lothar Fischer

Germersheim 1933 - Baierbrunn 2004


Ab 1952 studiert Lothar Fischer an der Kunstakademie in München, wo sich der Künstler schon nach einem Jahr auf die Bildhauerei konzentriert und dabei von Professor Heinrich Kirchner unterstützt wird. 1957 stellt Fischer mit den Künstlern Prem, Sturm und Zimmer, im Alten Botanischen Garten in München informelle Arbeiten aus und löst damit bei Kunstfreunden und Kritikern eine Welle der Entrüstung aus.Mit den genannten Künstler gründet Fischer, ein Jahr später die Künstlergruppe "SPUR". Unter den Mitgliedern der "SPUR" ist Fischer der einzige Bildhauer und entwickelt seine Objekte analog zu den Malern aus einem informellen Impetus heraus. Dabei besitzt der Künstler eine große handwerkliche Fertigkeit, die er nicht zuletzt dem intensiven Studium von Vorbildern wie Marini oder Stadler verdankt. Die erste Hälfte der 60er Jahre ist geprägt von spielerisch anmutenden Arbeiten wie z.B. bunt bemalten Kobolden, Reiterschiffen und Architekturphantasien. Nach einer kurzen und wenig konstruktiven Mitgliedschaft bei der Gruppe "Geflecht" interessiert sich Fischer 1968 vorübergehend für Elemente der Pop-Art, was sich in überdimensionalen Zahnpastatuben als Großplastiken im Werk Fischers auswirkt. Lothar Fischer erfindet 1969 die sogenannten "Hüllenplastiken", ein Mehrschalensystem, das den Raum mit integrieren soll. Da Fischer den Menschen als ein so diffiziles Gebilde sieht, daß er ihn nicht direkt darstellen möchte, schafft er nur die Hülle, in der man sich den Körper vorstellen kann. Als immer wiederkehrendes Thema im Gesamtwerk des Bildhauers lässt sich der menschliche, vor allem der weibliche Körper in einer großen Variationsbreite ausmachen. Lothar Fischer ist von 1975 - 1997 Professor an der Hochschule der Künste in Berlin. Den im Jahr 2004 verstorbenen Künstler ehren zahlreiche Preise, u.a. 1967 der Kunstpreis Schwabing, 1971 der Förderpreis für Bildhauerei der Stadt München und 1990 der Kunstpreis Rheinland-Pfalz. Lothar Fischer zählt zu den wichtigsten figürlich arbeitenden Bildhauern der Gegenwartskunst. Seine Werke sind im öffentlichen Raum und in vielen Sammlungen deutscher Museen zu sehen.


Ernst Wilhelm Nay - Doppelspindel-Rot
Ernst Wilhelm Nay
Doppelspindel-Rot
200.000 €
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Ernst Wilhelm Nay - Helle Akzente
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Hans Hartung - T 1964 - E 40
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T 1964 - E 40
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keine
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Gemeinschaftsarbeit mit Jean Tinguely (1925 Freiburg - 1991 Bern)
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Joseph Beuys - Minneapolis Fragment
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Norbert Kricke - Raumplastik
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